Currently viewing the category: "Chronik der Messiaskapelle und des Hauses Seegasse 16"

Diese Chronik wurde aus zahlreichen einzelnen Text- und Bild-Dokumenten zusammengetragen und durch Informationen aus persönlichen Gesprächen ergänzt. Trotz aller Gewissenhaftigkeit beim Erschließen des Materials ist sich der Autor bewußt, daß kein Anspruch auf Fehlerfreiheit und Vollständigkeit erhoben werden kann und daß die Arbeit noch weitergehen muß. Vieles ist noch zu erheben und zu dokumentieren.

Wenn Sie daher über Informationen verfügen, die zur Erweiterung des Materials bzw. zur Korrektur von Fehlern dienen können, ersuche ich um Kontaktaufnahme über e-mail:
Wolfgang Zagler (zw[at]fortec.tuwien.ac.at)

 

Continue reading »

 

Seit dem Beginn der Wirksamkeit von Adolf Rücker als Pfarrer der Evangelischen Gemeinde Wien – Innere Stadt im Jahre 1951 wurde die Messiaskapelle eine evangelische Predigtstation für den 9. Wiener Gemeindebezirk parallel zu ihrer Verwendung durch die Schwedische Mission.

Die Zeit als eigenständige evangelische Predigtstation begann für die Messiaskapelle mit der Beendigung der Arbeit der Schwedischen Mission in Wien und dem Verkauf des Hauses Seegasse 16 an die Evangelischen Gemeinde Wien – Innere Stadt.

Continue reading »

 

1946 (Februar) – 1951

Schwester Anna-Lena Peterson kehrt im Auftrag von „Rettet das Kind“  (Rädda Barnen) nach Wien zurück. Das Haus in der Seegasse wird von “Rettet das Kind” und dem Schwedischen Roten Kreuz verwendet. Renovierung des Hauses mit Hilfe der Gemeinde Wien.

Continue reading »

 

Zwischen 1938-1941 konnte über 3.000 Menschen, vornehmlich Juden und auch Christen jüdischer Abstammung zur Ausreise aus Österreich verholfen werden, um sie vor der Deportation in die Vernichtungslager zu bewahren. Als schwedischer Staatsbürger durch seine diplomatische Immunität einigermaßen geschützt, verhandelte der Direktor der Schwedischen Mission in Wien, Pfarrer Göte Hedenquist zu diesem Zweck regelmäßig mit Adolf Eichmann im Palais Rothschild in der Prinz-Eugen-Straße.

Continue reading »

 

In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg und vermehrt in den Jahren danach kamen – meist aus dem Osten – jüdische Familien nach Wien und hatten hier ihre erste Begegnung mit dem Protestantismus. Hier, wie auch in zahlreichen anderen Städten der ehemaligen Donaumonarchie lernten sie nicht nur die tolerante und aufgeklärte Art evangelischer Großstadtgemeinden kennen. In Predigt und Seelsorge erfuhren sie auch von einem Jesusbild und von christlichem Glauben, dem sie sich öffnen konnten. Diesem Bedarf und Wunsch nach einer für sie verständlichen Verkündigung des Evangeliums wollte die Schwedische Israelsmission (Svenska Israelsmissionen, Stockholm) Rechnung tragen, als sie sich zum Aufbau einer Missionsstation in Wien entschloß .

Continue reading »

 

Der seit etwa 1870 bestehende Mädchen-Unterstützungsverein, welcher sich die Erhaltung einer Industrieschule für mittellose Mädchen zur Aufgabe macht, hatte bisher seine Lokalitäten in Mietwohnungen untergebracht, was sich als unbequem und unzukömmlich erwies.
Demgemäß wurde getrachtet, ihm ein eigenes Heim zu schaffen, das allen Bedürfnissen Rechnung trägt.

Continue reading »

 

Die Geschichte der Messiaskapelle und des Hauses Seegasse 16 ist untrennbar mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wien und mit dem Wirken der Schwedischen Israelsmission zwischen den beiden Weltkriegen und während des zweiten Weltkrieges verbunden. Daher ist es zum Verständnis der Geschichte der Messiaskapelle erforderlich, auch einen Blick auf die jüdische Vergangenheit im Alsergrund zu werfen.

Continue reading »