| Anna-Lena Peterson |
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Die schwedische Diakonisse Anna-Lena Peterson (geboren am 24. 3. 1904) trat 1938 in den Dienst der Schwedischen Israelsmission und kam noch im Sommer des selben Jahres nach Wien, wo sie mit der Leitung des "Schwedenheims" in Weidling bei Wien beauftragt wurde.
Portrait von Schwester Anna-Lena
Peterson
(Photo mit freundlicher Genehmigung
des Schwedischen Kirchenarchivs Uppsala)
Nach der Schließung des Hauses in der Seegasse im Mai 1941 konnte Schwester Anna-Lena Peterson das Haus in Weidling noch bis zum Oktober 1941 weiterführen, bis auch sie, als letzte der schwedischen Mitarbeiter Ende November das Land verlassen mußte.
Eine Postkarte aus dem KZ
Theresianstadt adressiert an Schwester Anna-Lena in Schweden
Nach Ihrer Rückkehr in die Heimat war Schwester Anna-Lena drei Jahre lang Kuratorin für 300 finnische Flüchtlingskinder in Schweden. Im Sommer 1945 kam sie nach Malmö, wo sie unter Flüchtlingen arbeitete und auch auf einige Bekannte aus ihrer Zeit in der Seegasse stieß, die die Konzentrationslager überlebt hatten.
1946 kehrte Schwester Anna-Lena im Auftrag der schwedischen Hilfsorganisation "Rettet das Kind" nach Wien zurück. Das Haus in der Seegasse wurde von der Israelsmission der Organisation "Rettet das Kind" zur Verfügung gestellt.
Seit ihrer Rückkehr nach Wien war Schwester Anna-Lena bemüht, die verstreuten Reste der Missionsgemeinde zu sammeln, persönliche Kontakte aufzubauen, Kreise zu bilden und zu Bibelstunden einzuladen. 1958 übernahm sie abermals die Leitung des Schwedenheims in Weidling, das in ein Altenwohnheim umgestaltet wurde.
1969 wird Schwester Anna-Lena Peterson vom Bundespräsidenten das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen und am 3. 3. 1969 von Unterrichtsminister Dr. Piffl-Percevic überreicht.

Links: Schwester Anna-Lena
Peterson bei der Verleihung des Silbernen Verdienstzeichens.
Rechts: Gratulation der Evangelischen
Kirche durch OKR Erich Wilhelm.
1988 - Ehrung durch den Wiener Bürgermeister Dr. Helmut Zilk. Dazu ein Brief von Dr. Helmut Zilk. Weiters wurde sie mit dem Ritterkreuz des Königlichen Schwedischen Wasaordens ausgezeichnet.

Schwester Annalena Peterson wohnte bis zu ihrer Rückkehr nach Göteborg in der Seegasse. Vor ihrer Abreise wurde sie als Zeitzeugin für die Zeitschrift für Kirche und Judentum interviewt. Am 25. September 1988 wurde sie im Rahmen eines Gottesdienstes von Pfarrer Miklas und Vikarin Knoll verabschiedet. Der Text der Festpredigt kann hier nachgelesen werden.
Am 12. Juni 1990 ist sie im Alter von 86
Jahren verstorben und ist in Årstad in Schweden begraben.
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von W. Zagler; letzte Änderung: 1.1.2002