Das Jüdische Spital
1698 - 1978

1698 wird in der Seegasse 9 vor dem alten Judenfriedhof von Hofbankier Samuel Oppenheimer das Jüdische Spital gegründet (40 bis 50 Betten). Umbau und Vergrößerung im Jahre 1793.

Das Jüdische Spital in der Seegasse, historische Aufnahme

Bild vom damals gegenüber (Seegasse 12) befindlichen Zimmerplatz. Giebelinschrift: „Krankenhaus für die leidende Menschheit, erbaut von der hiesigen israelitischen Nation“.

Portrait von Samuel Oppenheimer
Samuel Oppenheimer

1844 wird das Krankenhaus neu aufgebaut und um ein von Sigmund von Wertheimstein gestiftetes Armenhaus erweitert.

Das Jüdische Spital in der Seegasse, historische Aufnahme

Das Spital und das Armenhaus nach einem zwischen 1844 und 1888 entstandenen Stich  (WStLA EZ 894.9)

Aus Anlaß des vierzigjährigen Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josefs wurde 1888 / 1889 anstelle der beiden bestehenden Gebäude die Erweiterung auf ein vierstöckiges Versorgungshaus vorgenommen. 1898 wurde es um einen Krankensaal und 1910 um eine Dampfwäscherei erweitert.

Das jüdische Spital in der Seegasse nach 1889

Nach einer Verwendung als Kriegslazarett wurde das Versorgungshaus nach dem zweiten Weltkrieg wieder in ein Krankenhaus umgebaut. Am 15. 1. 1952 wurde es durch Oberrabbiner Akiba Eisenberg und Vizebürgermeister Honay wieder eröffnet.

1978 wurde das Grundstück von der Gemeinde Wien zur Errichtung des städtischen Pensionistenheimes erworben. Innerhalb des heutigen Pensionistenheimes befindet sich nach wie vor ein jüdischer Friedhof.

Gedenktafel für das Jüdische Spital und den Jüdischen Friedhof am Pensionistenheim Rossau

Gedenktafel (viersprachig) an der Fassade des städtischen Pensionistenheimes

 
 
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